Nachhaltigkeit

Euch interessiert das Thema „Nachhaltigkeit“, ihr möchtet euren ökologischen Fußabdruck auf unserer Erde verkleinern, wollt euch Anregungen holen oder seid neugierig, wie nachhaltig „Kleines ganz groß“ ist? Dann könnt ihr euch hier gerne inspirieren lassen.

Nach·hal·tig·keit
/Náchhaltigkeit/
Substantiv, feminin [die]
(Ökologie)
Prinzip, nach dem nicht mehr verbraucht werden darf, als jeweils nachwachsen, sich regenerieren, künftig wieder bereitgestellt werden kann

Nachhaltigkeit – Nur ein Trend?

Nachhaltigkeit scheint aktuell ein Trend zu sein, auch wenn der viel zu spät kommt, könnte der Welt nichts Besseres passieren. Die Rohstoffe werden knapp, der Amazonas brennt wie nie zuvor, die globale Durchschnittstemperatur steigt rapide an, um nur einen winzigen Ausschnitt zu nennen. Die Klimakrise ist inzwischen auch für die Menschen im globalen Norden durch Stürme, Starkregen, Dürren, und Hitze „spürbar“ geworden. Noch ist es nicht zu spät, die CO2-Emissionen und somit den Temperaturanstieg einzudämmen. Dabei stehen vor allem Menschen aus Ländern wie Deutschland in der Verantwortung: 9,6 Tonnen CO2, verursacht ein Mensch aus Deutschland durchschnittlich pro Jahr – das ist ungefähr doppelt so viel wie alle Menschen weltweit im Schnitt.

Was können wir also tun?

Nun, die Antwort würde natürlich den Rahmen hier sprengen, aber ich möchte euch – passend zu „Kleines ganz groß“ – ein bisschen was über Nachhaltigkeit erzählen:

Wenn wir nachhaltig leben, kann das einen entscheidenden Beitrag dazu leisten, die Klimakrise zu stoppen. Außerdem kann so das Bewusstsein geschärft werden, was wir eigentlich wirklich „brauchen“, wie die Anbau- bzw. Produktionsbedingungen sind, was möglicherweise gar nicht neu angeschafft werden muss und welche Alternativen es zu den klassischen „Standards“ gibt.

Dabei muss niemand von jetzt auf gleich alles umstellen, aber je mehr Menschen im Rahmen ihrer Möglichkeiten darauf achten, ihren ökologischen Fußabdruck zu verkleinern und innovative Ideen zu unterstützen, umso größer wird das Zeichen, das wir gemeinsam setzen. Wichtig ist auch, dass gerade die kleinen Schritte helfen und aus kleinen Schritten Überzeugungen wachsen können, die wiederum andere anstecken können, ihr Leben nachhaltiger zu gestalten. Und genau das möchte ich euch hier mal zeigen. Denn es gibt so viele Entscheidungen, mache sind winzig, andere lebensverändernd, die wir täglich in Bezug auf Nachhaltigkeit treffen und die uns oft gar nicht bewusst sind.

Mein Anfang

Wann das Bewusstsein für den ökologischen Fußabdruck kam

Das kam schon sehr früh! Das war aber auch in meiner Familie einfach oft Thema, so nach dem Motto „Nee, wir kaufen noch keine Erdbeeren, wir warten bis wir die aus Deutschland kaufen können, die haben nicht so einen langen Weg hinter sich“, um nur ein Beispiel zu nennen. Mich hat es als Kind auch schon immer gestört, wenn Leute ihren Müll einfach in die Natur geworfen haben. Also, das war bei mir irgendwie früh „drin“.

Frühe Achtsamkeit

Ich bin mit 5 Jahren Vegetarierin geworden, das hatte zwar größtenteils Tierschutzgründe, aber mir war auch damals schon der Raubbau bewusst, den zum Beispiel der Sojaanbau für die Tierhaltung auf der Welt verursacht.

Wichtige Themen – Heute wie früher

Seit meiner Jugend achte ich besonders bei Kleidung darauf, nur von fairen und ökologischen Firmen zu kaufen bzw. kaufe das meiste Second-Hand. Als ich schwanger war, habe ich begonnen mich mit Stoffwindeln auseinanderzusetzen. Einfach weil ich die Müllberge von Wegwerfwindeln schrecklich und insgesamt den Rückschritt zu Wegwerfprodukten unsinnig finde – für Mensch und Umwelt!

Was „Kleines ganz groß“ bereits macht

Bei „Kleines ganz groß“ war es mir wichtig durchgängig auf Nachhaltigkeit zu achten. Angefangen bei der Auswahl der Fingerfarben für die Logo Gestaltung, über das Papier und die Farben für die Flyer, Gutscheine usw. bis hin zu etwas weniger offensichtlichen, aber deswegen nicht weniger wichtigen Dingen wie einer ökologisch-sozialen Bank und einem „grünen“ Server für die Website.

Ihr denkt es ist verrückt, was es alles gibt? Ich sage euch: Nur wenn wir komplett umdenken und es bei alltäglichen Dingen normal wird, auch nachhaltigere „Alternativen“ zu nutzen bzw. dass diese dann eben der Standard werden, haben wir eine Chance das Klima noch zu retten. Dabei geht es übrigens nicht nur um Nachhaltigkeit im ökologischen Sinne, sondern genauso um den sozialen Aspekt. Produkte werden ja nicht nur auf Kosten von der Umwelt hergestellt, sondern auch auf Kosten der Menschen.

Das Logo – kreativ und ökologisch

Nachdem sich die Geschäftsidee „Kleines ganz groß“ entwickelt hat, musste natürlich auch ein passendes Logo her. Mir war es von Anfang an wichtig, dass sowohl die Website, als auch die Bilder und Texte bestmöglich mich als Person rüberbringen und für was ich, und damit auch mein Unternehmen, stehe. Das schließt das Logo natürlich mit ein und was eignet sich besser als kleine Kinderfüße? Der Einfall zum Logo kam mir irgendwann (ziemlich schwanger) mitten in der Nacht. Sofort hab ich das Handy gezückt, um zu schauen, wie viele Leute vor mir schon auf genau den Gedanken gekommen sind und war echt erleichtert, als ich (fast) nichts in der Art gefunden habe.

Noch in der Schwangerschaft haben wir die ökologischsten Fingerfarben der Welt gekauft und als der Kleine dann ein paar Wochen alt war, ging es los. Es war wirklich lustig und schwerer als gedacht, nur seinen Fuß anzumalen…

Dann wurde natürlich noch ein bisschen bearbeitet, also die Größen angepasst, die schlussendlichen Farben festgelegt und ganz schön viel rumprobiert, wie das dann schlussendlich aussehen soll. Jetzt bin ich echt glücklich über die Idee und auch die Umsetzung. Es sind eben nicht nur irgendwelche Füße, sondern unsere und es sieht genau so aus, wie es in meiner Fantasie aussah. Außerdem war es echt erstaunlich schwer Farben zu finden, auf denen nicht nur „öko“ draufstand, sondern eben auch drin war. Selbst vor Produkten für Kleinkinder macht das „Greenwashing“ nicht halt.

Der Website Server – nachhaltig durch Ökostrom

Wusstet ihr, dass es Webhosting-Anbieter gibt, denen Werte wie Nachhaltigkeit wichtig sind? Sie beziehen ihren Strom zum Beispiel von einem Ökostromanbieter und fördern damit den Ausbau erneuerbarer Energien. Im Gegensatz zu den meisten anderen Anbietern betreiben BIOHOST seit 2011 an ihrem Firmenstandort ein eigenes Datacenter, um für wirklich ökologischen Strom garantieren zu können. Dabei ist das nur der größte Faktor, auf den ein Webhosting-Anbieter achten kann. Genau wie bei jedem anderen Unternehmen können im täglichen Ablauf auch viele weitere kleine wie große Sachen beachtet werden, was diesen Text aber sprengen würde.

Die Bank – sozial, ökologisch und fair

Da ich selbst schon lange bei einer „grünen“ Bank bin, war mir klar, dass ich auch für mein Geschäftskonto keine „normale“ Bank nutzen möchte. Ich finde einfach die Vorstellung unangenehm, dass mit meinem Geld mit Rohstoffen und Nahrungsmitteln spekuliert wird, Waffen und Atomkraft gefördert werden, Kinderarbeit zugelassen wird, Arbeitnehmerrechte verletzt werden und so weiter.

Mit der Ethikbank habe ich dafür eine wundervolle Partnerin gefunden, die nicht nur nach strengen, ethisch-ökologischen Kriterien investiert, sondern auch jedes Geschäft offenlegt. Das ist übrigens nicht die einzige Bank, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, etwas anders zu machen. Wenn ich euch neugierig gemacht hab, schaut doch mal rein. Unter https://www.fairfinanceguide.de/ffg-d/start/ könnt ihr euch mal einen Überblick verschaffen, welche Banken nach welchen Kriterien arbeiten und diese auch direkt miteinander vergleichen.