Baby- und Kleinkindschlaf

Ihr wollt wissen, wie der Schlaf von Babys und Kleinkindern überhaupt aussieht? Welche Aspekte guten Schlaf fördern und welche ihn eher verhindern? Auf dieser Seite könnt ihr einen Überblick über das Thema bekommen.

Schlaf
Schlaf
/Schlaf/

Substantiv, maskulin [der]
der Erholung des Organismus dienender Zustand der Ruhe, der Entspannung (bei Menschen und Tieren), in dem die Augen gewöhnlich geschlossen, das Bewusstsein ausgeschaltet und viele Körperfunktionen herabgesetzt sind

Schlafen – Das A und O

Wenn Babys auf die Welt kommen, steht ihnen die schwierigste Umstellung ihres Lebens bevor. Vom muckeligen, schaukelnden, umhüllenden, lauten Mutterleib, der kaum Tageszeiten kennt, kommt es auf eine Welt, die so anders ist.

„Ein Säugling lernt erst mit der Zeit, sich auf den Tag-Nacht-Wechsel einzustellen und regelmäßige Schlaf- und Essenszeiten zu entwickeln. Schon im Mutterleib, ungefähr ab der 36. Schwangerschaftswoche, erlebt der Fötus unterschiedliche Phasen des Schlafens, Träumens und Wachens. Den Schlaf-Wach-Rhythmus, den das ungeborene Kind am Ende der Schwangerschaft hat, führt der Säugling nach der Geburt zunächst einmal fort. Dabei sind die Schlaf- und Wachphasen in den ersten Lebenswochen noch gleichmäßig über den Tag und die Nacht verteilt. Im Laufe des ersten Lebensjahres wird dann der Anteil des Wachseins und Erlebens immer größer, auch die Nachtschlafphase verlängert sich.“

https://www.kindergesundheit-info.de/themen/schlafen/0-12-monate/babyschlaf/

Der Umstieg von kurzen Schlafphasen, die sich über 24 Stunden erstrecken, hin zu einem geregelten Tag-Nacht-Rhythmus ist für jedes Kind eine Herausforderung und mit vielen anderen Entwicklungsstufen verknüpft. Diese beeinflussen sich also oft gegenseitig, beispielsweise in starken Wachstums- und Entwicklungsschüben oder wenn sich Zähnchen ihren Weg bahnen. Dann wird oft auch der Schlaf unbeständiger.

Hintergründe

Um den Schlaf von Babys und Kleinkindern besser zu verstehen, lohnt es sich einen Blick auf frühere Zeiten zu werfen, die immer noch ein wenig in den Kindern „stecken“. In der Steinzeit beispielsweise war es für ein Kind ein sofortiges Todesurteil, wenn es in der Nacht von seiner Bezugsperson abgelegt worden wäre. Es wäre vielleicht erfroren, von wilden Tieren gefressen worden oder hätte das Weiterziehen des Stammes verpasst. Es war für Kinder also essentiell dafür zu sorgen, möglichst viel Körperkontakt mit ihrer Familie zu haben. Außerdem werden Menschenkinder eher „unreif“ geboren. Sie sind im ersten Lebensjahr auf besonderen Schutz angewiesen, was wir heute noch daran merken, dass die meisten Kinder gerne nah bei ihren Bezugspersonen und am besten leicht schaukelnd einschlafen. Sie schlafen auch zu Beginn seltenst mehrere Stunden am Stück durch, haben auch nachts oft Hunger und brauchen Unterstützung beim Schlafphasenwechsel.

Wir sehen also, dass Kinder schon viel mitbringen, aber auch darauf angewiesen sind, dass wir sie liebevoll dabei begleiten zu lernen, dass Schlaf etwas Angenehmes ist, sie uns und der Welt vertrauen und sich fallen lassen können.

Auch ist es spannend, sich mit den verschiedenen Schlaf- und Wachphasen von Babys und Kleinkindern zu befassen, da zu wenig oder zu viel Schlaf, wie auch zu kurze/lange Wachphasen, großen Einfluss auf das Schlafverhalten haben. Außerdem haben die Schläfchen am Tag einen sehr großen Einfluss auf den Nachtschlaf. Es ist also wichtig, immer die gesamte Situation zu überblicken. Babys schlafen übrigens entwicklungsbedingt einfach anders als Erwachsene (sich das vorstellen), also zum Beispiel kürzere Phasen am Stück.

Warum ist Schlaf eigentlich so wichtig? Er steht in direktem Zusammenhang mit der kindlichen Gehirnentwicklung und wird als Pause benötigt, in der Kinder das bisher Erlebte verarbeiten können. Daher ist mangelnder Schlaf ein ernstzunehmendes Problem und kann sich auf die Entwicklung des Kindes auswirken.

Schläft es denn schon durch?

Viele Eltern werden immer noch sehr früh mit der Frage nach dem Durchschlafen konfrontiert, obwohl dies nur in den seltensten Fällen passiert und Durchschlafen bei Babys nicht mit dem Durchschlafen von Erwachsenen vergleichbar ist. Säuglinge brauchen nachts oft noch Nahrung und müssen sich erst nach und nach daran gewöhnen, mehrere Schlafphasen am Stück zu schlafen. Man kann Schlafen also nicht durch Druck „lernen“, sondern muss Kinder in ihrer Entwicklung begleiten.

Daher stehe ich auch vehement gegen sogenannte „Schlaftrainings“ („Jedes Kind kann schlafen lernen“ etc.), die damit werben, dass man das Kind durch Entzug der Bezugspersonen daran gewöhnen könne, ein- und durchzuschlafen. Kinder lernen dadurch lediglich, dass sie in Momenten, in denen sie ihre Bezugspersonen so sehr brauchen, von diesen verlassen werden und verlieren ihr Urvertrauen. Ja, diese „Trainings“ funktionieren, aber sie sind nur für den äußersten Notfall gedacht und es ist noch nicht ausreichend erforscht, wie viel Schaden sie bei den Kindern wirklich anrichten. Wenn Kinder realisieren, dass sie alleine gelassen werden und ihr Schreien sinnlos ist, geben sie irgendwann selbstverständlich auf. Nach Außen hin sieht es so aus, als würde das Kind ruhig einschlafen, in Wirklichkeit ist die Situation für das Kind jedoch extrem belastend und ich möchte strikt davon abraten, sie in Erwägung zu ziehen!

WICHTIG
In Notfällen könnt ihr euch gerne an mich wenden, ruft mich einfach an oder schreibt mir unter +49 157 56352002. Ich unterstütze euch und bin für euch da!
Bevor euch oder eurem Kind etwas passiert, könnt ihr in äußersten Notfällen immer die 110 oder die 112 wählen. Alternativ steht euch auch rund um die Uhr die Nummer der TelefonSeelsorge zur Verfügung. Sie ist unter 0800-1110111 oder 0800-1110222 erreichbar! Oder klickt auf die Website.

Für viele Schwierigkeiten gibt es Lösungsansätze, die auf wissenschaftlichen Erkenntnissen beruhen. Ansätze, die auf Bindung setzen, die Babys und Kleinkinder als kompetent einschätzen und gleichzeitig sehen, dass diese von unserer Nähe, Geborgenheit und Authentizität abhängig sind.

Auch die Schlafsituationen von jungen Familien können sehr unterschiedlich sein und hängen von sehr vielen Faktoren ab. Unter anderem davon, ob das Kind noch gestillt wird oder die Flasche bekommt, wer/wie/wo schläft, wie der Tagesablauf ist und vieles mehr. All diese Komponenten müssen individuell betrachtet und gestaltet werden.

Wie bei so vielen anderen Themen ist das Schlafen von Kindern inzwischen ein sehr komplexes Thema und oft mit Unsicherheiten und teilweise auch Sorgen für die Eltern verbunden. Auch deswegen, weil viele falsche Infos dazu kursieren und es auch unter Eltern ein sehr belastendes Thema ist, das sicherlich nicht immer ehrlich besprochen wird.

Dass der Schlaf von Babys und Kleinkindern heute differenzierter betrachtet wird und die Bedürfnisse der Kinder sowie die Beziehungsebene ernst genommen werden, ist ein großer Fortschritt. Ich bin davon überzeugt, dassMenschen der nachkommenden Generationen dadurch weniger mit Schlafproblemen zu kämpfen haben werden.Denn Druck erzeugt immer Gegendruck und unter dem kann man kaum wachsen, geschweige denn schlafen.

Babyschlaf unter der Lupe“ oder „Wenn es mit dem Schlafen nicht klappt“

Zum Thema Baby- und Kleinkindschlaf stehen euch sowohl eine Beratung, als auch ein Workshop für 5-7 Personen zur Verfügung. Der Workshop „Babyschlaf unter der Lupe“ ist ideal, wenn ihr gerade ein Kind erwartet oder im Wochenbett seid und bereitet euch auf alles rund um das Schlafen im ersten Lebensjahr vor. Ich erkläre euch im Workshop beispielsweise alles bezüglich sicherem Babyschlaf, wir schauen uns Müdigkeitssignale sowie Schlaf- und Wachphasen an und ich stelle euch Tipps zum Ein- und Durchschlafen vor.

Die individuelle Beratung „Wenn es mit dem Schlafen nicht klappt“ ist das Richtige für euch, wenn ihr schon ein Kind habt und mit der Schlafsituation unzufrieden seid. Das kann zum Beispiel sein, wenn es dem Kind tagsüber schwer fällt einzuschlafen, es abends nicht zur Ruhe kommt oder nachts oft aufwacht. Für die Beratung führt ihr zur Vorbereitung ein Schlafprotokoll und füllt einen detaillierten Fragebogen aus. In einer ausführlichen Beratung inkl. Zusammenfassung im Anschluss und individueller Nachsorge (telefonisch oder per WhatsApp) gehen wir der Sache auf den Grund.

Ich konnte euch neugierig machen und ihr wollt gerne mehr über den Workshop oder die Beratung erfahren? Für mehr Details einfach auf einen der Buttons klicken: